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Alex Wiebogen , John Smith

Niantic geht weiter gegen Cheater vor

Niantic geht weiter gegen Cheater vor
Niantic geht weiter gegen Cheater vor

Während des Gesteins-Events, oder auch offiziell die Pokémon GO-Abenteuerwoche, hat Niantic nun neben den kürzlich erst eingeführten Änderungen der IV-Verteilung, weitere Schritte unternommen um Cheatern aller Art das Leben möglichst schwer zu machen.

Diese neue Anticheatfunktion ist als "Shadowban" oder zu deutsch frei übersetzt Schattensperre bekannt. Bei einem Shadowban werden dem jeweiligen Spieler keinerlei seltenen Pokémon mehr im Spiel angezeigt. Dies betrifft sämtliche Entwicklungen, Pokémon aus 10km-Eiern, Starterpokémon oder auch weitere seltene Pokémon, wie zB Icognito um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen.

Direkt betroffen davon sind in der Regel kaum echte Spielerkonten. Vielmehr betrifft diese Sperre die Accounts, die als Bots fungieren und somit Livemaps und Tracker mit informationen über seltene Pokémon füttern. Durch die von uns bereits ausführlich berichteten Änderungen der IV-Verteilung wurden bisher bei fast allen Maps keine korrekten IVs der Pokémon angezeigt. Nun sieht es so aus, dass die Map zwar funktioniert, die Map aber das eigentlich Interessante, nämlich seltene Pokémon wie Dragoran, Despotar oder Pokémon mit 100% IV gar nicht mehr anzeigt und nur gewöhnliche Pokémon wie Taubsi und co zeigt.

Indirekt hat das natürlich Auswirkungen auf die Personen, die Niantic eigentlich bekämpfen möchte. Spieler, die solche Livemaps nutzen um entweder mit dem Fahrzeug zum gewünschten Pokémon zu fahren, oder gar via GPS-Manipulation sich direkt zu den entsprechenden Koordinaten teleportieren.

Betroffen sind allerdings nicht ausschließlich Bots, sondern auch Accouts, welche sich "verdächtig" Verhalten, also zB eine sehr hohe Anzahl seltener Pokémon in sehr kurzer Zeit fangen, sehr große Distanzsprünge machen, sehr viele 100% Pokémon fangen, Accountsharing betreiben oder unerlaubte Drittanbietersoftware verwenden.

Zunächst sollte jedoch für alle Nutzer erst folgende Nachricht erscheinen.

Diese warnt einmalig davor, dass verdächtiges Verhalten oder Drittanbietersoftware entdeckt wurde und legt dem Spieler nahe dieses zu unterlassen.

Mit diesen Schritten der letzten Wochen möchte Niantic das Problem beseitigen, über das sich schon seit Monaten viele legitime Spieler beschweren: Unfaires Spielverhalten. Wer fair und im Sinne des Spiels spielt und nicht in Arenen mithalten kann, weil diese von Cheatern mit gefühlt je 25 Dragoran und Relaxo über 3000WP besetzt sind, ist verständlicherweise enttäuscht und hört womöglich mit dem Spiel auf.

Dies möchte Niantic natürlich in jedem Fall vermeiden, denn wo keine Spieler mehr sind, gibt es natürlich auch kein Geld zu verdienen und wo gleiche Chancen im Spiel herrschen, fühlen sich auch Spieler fair behandelt und haben Spaß am Spiel. So zumindest die Modellvorstellung.

Fazit: Ob diese Maßnahme ausreicht um dauerhaft und effizient gegen Cheater vorzugehen ist zweifelhaft. Das Problem der GPS-Manipulation besteht weiterhin und auch mit weniger seltenen Pokémon, kann man schnell viele Arenen einnehmen, wenn man dort nicht körperlich vor Ort sein muss. Dennoch dürfte dies vielen Cheatern die Suppe versalzen, sodass diese möglicherweise dies unterlassen oder gänzlich mit dem Spiel aufhören. Ansonsten ist es eine Frage der Zeit bis die Programmierer von Livemaps eine neue Möglichkeit finden um Niantics Anticheatfunktionen zu überlisten.

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