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Alex Wiebogen , John Smith

Livemaps - Eine Ära neigt sich dem Ende zu

Livemaps - Eine Ära neigt sich dem Ende zu
Livemaps - Eine Ära neigt sich dem Ende zu

Die Entstehungsgeschichte der Livemaps beginnt mit Seiten wie PokéVision, die zunächst deswegen entstanden sind, weil die ursprünglich von Pokémon GO vorgesehene Funktion um Pokémon zu finden, mittels der 3 Fußstapfen nicht richtig funktionierte und die Spieler letztendlich im Dunkeln tappten.

Nachdem Niantic von PokéVision erfuhr, bat man die Entwickler der Seite höflichst diesen Service zu unterbinden, da er gegen die AGB von Niantic verstoße und zusätzlich die Server überlaste und dadurch die Entwicklung neuer Features behindere. PokéVision gab dieser Bitte nach und ist seither offline.

Kurz darauf entstanden Seiten wie Fastpokemap (Seite nicht mehr verfügbar) und weitere ähnliche Livemaps, die den Spielern das Finden von Pokémon erleichterten.

Ebenso entstanden die ersten privaten Livemaps, die nur bestimmte Regionen abdecken, wie beispielsweise GoMap. Aber auch viele weitere Maps sind entstanden, die spezifisch eine größere Stadt abdecken und deren Kosten von den Nutzen getragen wurden.

Niantics erster großer Schritt gegen Maps

Die ersten Livemaps basierten auf Level 0 bzw. Level 1 Accounts, die vom Computer gesteuert Pokémon fingen und deren IV auslasen, da früher ein Pokémon für alle Trainer den selben IV hatte, egal welches Level dieser Trainer war. Niantic änderte daraufhin die Art und Weise wie der IV funktioniert und wies jedem Level einen eigenen Wert zu, sodass nur Trainer ab Level 30 aufwärts die selben Werte vorfanden.

Dieses Prinzip besteht auch bis heute. Ein Insider und Mapbetreiber, der aus verständlichen Gründen anonym bleiben möchte, verrät uns, dass inzwischen die benötigten Level 30 Accounts für eine Livemap bereits nach 12 Stunden von Niantic erfasst und gebannt werden. Da das Erstellen eines Level 30 Accounts deutlich länger als 12 Stunden dauert, sind die Kosten für diese Accounts sehr weit in die Höhe geschossen.

Viele Mapbetreiber hören auf

Die immer weiter ansteigenden Kosten und die notwendige Arbeitszeit, die aufzubringen ist um eine Livemap aufrecht zu erhalten, ist laut Aussagen unseres Insiders nahezu nicht mehr tragbar. Nahezu 70% der Mapbetreiber haben innerhalb der letzten 7 Tage ihren Dienst eingestellt, oder wollen innerhalb der nächsten Wochen ihren Dienst einstellen, da die Aussichten wohl sehr schlecht seien.

Fazit

Bis auf wenige Ausnahmen scheint es Niantic nun gelungen zu sein die Mapbetreiber und deren Willen in die Knie zu zwingen. Laut Aussagen unseres Insiders werden künftig vermutlich nur noch Großstädte mit sehr, sehr vielen Nutzern in der Lage sein eine Livemap aufrecht zu erhalten. Städte wie Sidney, New York, Santa Monica können unter Umständen überleben, doch auch diese Zeit wird irgendwann vorbei sein. Die Tendenzen der Bannpolitik zeigt eine Halbierung bei jeder neuen großen Bannwelle. Von ursprünglich 7 Tagen auf 4, auf 2, auf 24 Stunden und nun auf 12 Stunden wurde die Reaktionszeit der Server bereits reduziert. Bei einer Reaktionszeit von 6 oder 3 Stunden wird mit Sicherheit auch der letzte Mapbetreiber das Handtuch werfen und sich diesem Stress nicht mehr beugen.